Die Charlottenstraße 31 in Potsdam – Ordonnanzhaus, Charlottenschule und heute Kabarett |
Das Gebäude Charlottenstraße 31 wurde nach Plänen von Georg Christian Unger um 1782 als Ordonnanzhaus errichtet. Hier waren Rekruten und ein Husarenkommando untergebracht, Branntweinausschank und ein Tanzboden sorgten für Unterhaltung. 1861 wurde es von L. F. Hesse zur Schule umgebaut und um ein Stockwerk aufgestockt. Ab 1910 firmierte die neunzügige Mädchenmittelschule unter dem Namen Charlottenschule, die bis 1949 in dem Gebäude blieb. Danach nutzte das Schulamt das Haus bis Anfang der 90er-Jahre. 1997 wurde ein Veranstaltungssaal im Hof erbaut und die rückwärtigen Gebäude dabei miteinander verbunden, diese werden heute wieder für Veranstaltungen und Gastronomie genutzt (u. a. Kabarett Obelisk).
Im Frühjahr 2014 beauftragte der Kommunale Immobilien Service dann Stadtkontor mit der Sanierungsplanung der stark geschädigten barocken Fassaden. Der dreigeschossige Putzbau mit rustizierter Erdgeschosszone umfasst sieben Achsen. Die Mittelachse ist durch das rundbogige Eingangsportal betont, die Fensterachsen im Erdgeschoss sind mit plastischen Löwenköpfen bekrönt. Das 1. Obergeschoss wird von Pilastern gegliedert und trägt reichen Stuckdekor mit Motiven der Kriegskunst. Es ist anzunehmen, dass das ursprünglich zweigeschossige Haus oben mit einer Attika oder Balustrade schloss, auf welche die heute in die Fassade integrierten steinernen Skulpturen aufgesetzt waren. Seit Anfang November 2014 erstrahlen die historischen Fassaden wieder im alten Glanz. Diese wurde 2015 im Fassadenwettbewerb der Landesinnung in der Kategorie Altbauten prämiert. |
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Projektstandort: | Charlottenstraße 31, 14467 Potsdam |
Projekt: | Einzeldenkmal, Fassadensanierung und Reparaturarbeiten |
Auftraggeber: | Kommunaler Immobilien Service (KIS) Eigenbetrieb der Stadt Potsdam |
Ausführungszeitraum: | Herbst 2014 |
Projektsteuerung: | Kommunaler Immobilien Service (KIS) |
Denkmalpflegerische Begleitung: | Untere Denkmalschutzbehörde |
Architekten: | Stadtkontor Gesellschaft für behutsame Stadtentwicklung mbH |
Restauratorisches Gutachten: | Dr. Beatrice Thön |